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VonMarco

STEVENS-CycloCross-Cup 2021/22: Lauf 5, Mölln, Tag 1

Erster Tag in Mölln: DOPPELWOCHENENDEN – wie ich sie doch „liebe“. Aber egal, heute ging es mit frischen Kräften ans Werk.

Jörg und Julia waren schon da und Julia hatte dank „Armin-Raible-Training“ am Vorabend einiges über die Strecke zu berichten.
Also auf zur ersten Inspektionsrunde: Nicht ganz ohne Flow, aber natürlich nicht so schön leichtgängig wie zuletzt vor zwei Jahren, als es staubtrocken war.

Wirklich eklig fand ich nach der Schnecke und dem Tunnel den zäh-klebenden Boden auf der breiten Geraden und die daran anknüpfende Waldpassage: hoppelig, kräftezehrend und schier endlos.

Als frische Kräfte gesellten sich zu uns noch Jan für die U40 und die beiden kleinen Dirks für die Ü50 dazu – absoluter Teilnehmer-Rekord für das noch junge CTH im Stevens-Cup, außerdem noch Michael und Björn als Supporter auf der Tribüne.

Startaufstellung: Durch fleißige Punktesammelei habe ich mich bis in die erste Reihe gedient. Der Gesamt-Führende Thomas steht nur als Nachmelder in der Liste und muss sich hinten einreihen – kleiner Vorteil für Jörg.

Mein Start läuft gut und auch Jörg kommt zur Abwechslung gut aus den Startblöcken. Unten in der ersten Kurve sehe ich den alten Haudegen Tex aus dem Augenwinkel: Nachdem es vergangenes Wochenende nicht so lief, scheint er zu alter Stärke zurückgefunden zu haben.

Oben kurz hinter den Hürde geht Jörg vorbei und heftet sich an die Fersen des führenden Jeremy, den ich bald darauf aber auch noch überholen kann. Der kurze Zwischenstand ist also ein Bild für die Ewigkeit: Das CTH auf den ersten beiden Plätzen – schade nur, dass ich so etwas nicht lange verteidigen kann.

 

Bis zur Zufahrt der Schnecke konnte ich den Platz noch behaupten, hier rauschten aber Jeremy und Thomas an mir vorbei – gut, Vierter, dieser Platz blieb mir noch bis zur ersten Zielpassage erhalten.
In der zweiten Runde musste ich mehr Federn lassen: Erst zogen die Piraten Kay und Arne an mir vorbei.

Wenig später folgten der Kieler Kay, RV Trave-Stefan und Sven, so ging es als Neuntplatzierter weiter. Eine Weile konnte ich noch auf Tuchfühlung bleiben, aber nach und nach zogen die Jungs davon – speziell oben im Wald habe ich unendlich viele Meter verloren.

Von hinter kam Uhrwerk-Stefan peu a peu näher – allerdings nicht mehr dicht genug heran, so dass ich den 9. Platz ins Ziel bringen konnte.

Apropos Stefan: Wo war Mario? Wie ich später erfuhr, hatte er schon kurz nach der Startphase einen Plattfuß. Er hatte zwar Glück im Unglück, dass er auf ein anderes (fremdes) Rad wechseln konnte, aber der entstandene Rückstand ließ sich auf dem etwas zu hoch eingestellten Rad nicht mehr wettmachen. Damit fiel also das M&M-Battle am heutigen Tage aus.

Und ganz vorne? Jörg konnte das Ding nach Hause fahren: Erstmals „verkehrte Welt“ auf dem Podium und Thomas „nur“ auf 2, Jeremy wie mehrmals zuvor auf 3.

Unsere beiden Dirks landeten auf den Plätzen 21 und 22, Jan bei den U40 auf Platz 14 und Julia schnüffelte mit ihrem 11. Platz bei den Damen schon einmal an den TOP10.

Schön, dass es Julia zum Ende hin zumindest ein bisschen warm wurde und die Armlinge runterruntschen durften …

 

Was gab es sonst noch unwichtiges? Der Soundtrack für die Anreise muss für Mölln ja zweiteilig ausfallen. So fiel die Wahl für Tag auf „Changes One Bowie“. Ist natürlich nicht schwer zu erraten, was morgen dran ist.

Apropos Bowie, Stichwort „Fashion“: Da hatte ich bei Socken & Mütze heute das zumindest optisch schnellste Setup gesetzt.

Zuhause angekommen gab es erst einmal eine heiße Dusche und als Anschauungsmaterial die Live-Übertragung von Ethias-Cross in Leuven. Danach noch das Rad für morgen schön machen und nach dem Abendessen wurde die Äugelein schon ganz schwer – also ging es mit gespannter Vorfreude auf den zweiten Tag in die Ruheposition.

Ein Filmchen gibt es auch schon: Ab ~Minute 43 starten Ü50 und Damen.

https://youtu.be/0FJvj_pp5Tc

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667), Bilder vom Stevens CCC in Mölln – 13.11.2021 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de

VonMarco

STEVENS-CycloCross-Cup 2021/22: Lauf 4, Kaltenkirchen

Sonntagfrüh, wache auf, fühle mich wie tot – alles tut weh: Muskeln, Sehnen, Knochen, Knorpel und der traurige Rest.
Spürt man als Toter noch Schmerz? Mir doch egal.

Da kommt mir eine alte Radsport-Phrase in den Sinn: „Wo Schmerz ist, da ist noch Leben.“ Bin also doch noch am Leben oder zumindest untot. [Memo an mich: 5 € ins Phrasenschwein stecken.]

Dann musst du also aufstehen: Der Hund wartet auf´s Gassigehen. Eine Dreiviertelstunde später sind einige Knochen schon etwas gängiger als zuvor.

2 Wildlachs-Brötchen, 1 gekochtes Ei und viel zu viel Kaffee später bin ich sogar ansprechbar – gut, da im Liegen ja auch alles weh tat, kann ich mich dann doch auch ins Auto setzen und nach Kaltenkirchen fahren.

Kaltenkirchen hieß übrigens ursprünglich mal „Kalter Regen“. Um aber arglose Menschen hierhin zu locken wurde der zweite Namensteil durch etwas geistlich-erbauliches ersetzt. [Memo 2 an mich: Bei Gelegenheit damit an die Öffentlichkeit gehen und diesen Betrug anprangern.]

Besichtigungsrunde: Nicht all zu viel verändert gegenüber dem Vorjahr – vom tiefnassen und an ausgewählten Stellen schlammigen Boden einmal abgesehen. Die „Medium-Bereifung“ des Vortags hinterließ aber kein vertrauenserweckendes Gefühl, daher musste der 2. Laufradsatz mit den Challenge Limus ran – damit war ich zumindest materialmäßig perfekt unterwegs.

Mit Sonja zusammen ein paar Warmfahr-Runden im ovalen Plaudermodus. Alles anderen die auch gestern dabei waren wirken auch ein wenig untot – tröstet ein bisschen. Wer fehlt ist „der Kanarienvogel“ Lars: Wollte angeblich spätestens hier auftauchen. [Memo 3 an mich: Der steckt auch in der Kaltenregen-Verschwörung mit drin – trau ihm nicht!]

Wieder aus der 2. Startreihe ging es los:
In der ersten 180° Kehre einige Plätze gutgemacht, auf der folgenden Geraden auch noch – nur noch Jeremy vor mir, den ich in der zweiten Kehre überhole. Ich liege in Führung – zwar nur ~50 Meter bis Jeremy wieder vorbeizieht, aber nicht schlecht für untot.
[Memo 4: Wenn angefangene Kilometer zählen, war das mein erster Führungskilometer im Stevens-Cup.]

Schikane und ab den Berg hinauf: Noch an 2 liegend geht es fahrend hinauf – es hilft ungemein , wenn man hier nicht im Verkehr steckt.

Allerdings ging das wirklich nur in der ersten Runde, später fehlte mir einfach die Kraft und ich habe mir an gleicher Stelle gern mal die Füße vertreten.


Oben auf dem Sandweg zieht wie erwartet Thomas vorbei und auch Jörg heftet sich an seine Fersen. In der ersten Schlamm-Kehre bei Schützenhaus überhole ich Jeremy und es geht in die Kehren des grünen Hügels Richtung Sandkästen: Welch ein Bild, hinter dem Führenden die beiden CTHler auf 2 und 3, allerdings dicht gefolgt von einer ganzen Herde und mir war schon klar, dass das kein gutes Ende nehmen würde.

Über die erste Runde konnte ich mich noch halbwegs gut auf Platz 4 behaupten, allerdings lag ich heute in Mario´s Fadenkreuz – durchgeladen und entsichert hatte er auch schon und ließ mich noch bis zur ersten Zieldurchfahrt zappeln, zog dann aber auf und davon.

 

Später im Rennen sollte auch noch sein „Cyclocross-Hamburg“-Teamkamerad Stephan „das Uhrwerk“ folgen und letztlich vor mir über die Linie fahren: Nach dem ich gestern das bessere Ende für mich hatte, schlug nun also das Imperium zurück!

Kräftezehrender Boden und müde Beine, so gingen mit jeder Runde weitere Plätze flöten, bis auf Rang 12 wurde ich durchgereicht: Allerdings konnte ich gegen Rennende sogar noch 2 Plätze zurückergattern, so dass sich mich alle Mühen immerhin noch in die Top 10 getragen haben. Jörg war „wie immer“ als Zweiter ins Ziel gekommen.

Eine kalte Dusche gab´s zum Zieleinlauf übrigens noch gratis – ich glaube Jörg ahnte auch, dass Kaltenkirchen ursprünglich mal …

VonMarco

Stevens CycloCross-Cup 2021/22: Lauf 3, Neu Duvenstedt

Im vorletzten Jahr bin ich ja zum ersten Mal auf dem Kolonistenhof in den Hüttener Bergen unterwegs gewesen, mein Fazit damals: „Ich liebe diesen Kurs.“
Irgendwie hat die Strecke etwas „Belgisches“, könnte auch nahtlos in Serien wie dem Superprestige, Ethias Cross oder der X²O-Trofee hineinpassen – gewissermaßen „der Flandrien“ unter den SCC-Kursen, daher habe ich als Zeichen des Danks und der Hochachtung das Käppie in belgischen Farben und die Socken mit dem „Leeuw van Vlaanderen“ aus dem Schrank gegrabbelt.


(Das Bild ist nach dem Rennen entstanden; vorher wären die Socken sauberer gewesen…)

So perfekt ausgestattet ging es an den Start: In der Zweiten von gar nicht mal so wenigen Reihen durfte ich mich aufstellen.

Was hat sich an der Strecke geändert? Die kurze Sandkiste fehlte, das Treppchen ließ sich dieses Jahr sehr gut hochrollen und gefühlt doch in vielen Teilen deutlich enger gesteckte Kurven als beim letzten Mal – kommt mir sehr entgegen, das macht die Sache langsamer und gegenüber dem (immer noch wichtigen) Druck auf dem Pedal kommt dem Auge für die beste Linie, dem präzisen Lenken und Bremsen sowie einem gut geeichten Popometer mehr Bedeutung zu.

Direkt im Windschatten von Seriensieger Thomas ging es die ansteigende Startgerade hinauf, ganz vorn sammelte Mario seinen ersten Führungskilometer: Ich finde, über solche scheinbar belanglosen, aber irgendwie doch auch bedeutsame Randnotizen sollten wir hier auch solch eine Statistik wie in der Formel 1 führen… 😉

Der Grasboden lief zäh wie immer, dafür war hier oben auf dem Grünen Hügel im Rennmodus nichts mehr von dem Wind zu merken, den ich bei der Streckenbesichtigung noch unangenehm empfand – manche Dinge gehen im Rauschen des 180er Pulses einfach unter.
Das Podest-Dreigestirn fing bereits hier an unaufhaltsam dem Rest des Starterfeldes zu enteilen; dahinter ging es deutlich enger zu – und ich zur Abwechslung mittendrin statt nur dabei.

 

Meinen Battle-Spezi Mario hatte ich bei der ersten Wäldchen-Passage direkt im Fadenkreuz, konnte ihn mir ein wenig zurechtlegen und zog dann auf der Start-/Ziel-Geraden vorbei – kaum zu glauben, aber wahr.

Das mochte er natürlich so nicht stehen lassen und kassierte mich oben im Gras wieder – ohne jedoch weg zu kommen, und so bot sind im Schräghang die nächste Überholgelegenheit für mich. Kleiner Spoiler: Die Reihenfolge dieses Duells sollte sich auch bis ins Ziel nicht mehr ändern – somit ist die gesamte Saison 21/22 für mich persönlich schon einmal gerettet! 😉
Arne ist in dieser Saison auch mit richtig gutem Druck unterwegs – der hatte im Wäldchen zwar einen kleinen Patzer, aber nachdem er wieder vorbei ging zog er auch auf und davon.

Dann gingen noch Paulianer Rene und der Kieler Kay vorbei: An Kay konnte ich bis zum Ende zwar dran bleiben, da ich speziell in den engeren Kurven oder Bergab-Passagen immer wieder heranrollen konnte, aber zum Starten eines Überholmanövers fehlte einfach Kondition: Überall wo es ums kräftige Treten ging, konnte er sich wieder gut Luft verschaffen.

Von hinten drängten allerdings auch noch Sven aus Neumünster und Mario: Die blieben mit nur wenigen Metern Abstand hinter mir, so dass ich wirklich bis zum Ende der 5. und letzten Runde so gut es eben ging Gas geben musste – mit Erfolg, den 7. Platz konnte ich tatsächlich ins Ziel bringen.

Jörg hatte (wie man sieht) unterwegs allergrößten Spaß und fuhr wieder souverän auf´s Treppchen:

 

Das hat wieder allergrößten Spaß gemacht – eine tiefe Verneigung und großen Dank an die „Büdelsdorfer Flamen“!

Und natürlich auch wieder einen großen Dank an unseren unermüdlichen Fotoreporter Michael – wie man sieht, hatte er das Gegenstück zur Luftgitarre, die Luft-Kamera, dabei!

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, Bilder vom Stevens CCC in Neu Duvenstedt – 06.11.2021 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de ) und von Julia.

VonMarco

STEVENS-CycloCross-Cup 2021/22 – 2. Lauf: Rantzauer Forst Norderstedt

Sonntag-Morgen, der Radiowecker springt an und ich springe energiegeladen aus dem Bett:

Nee, war nicht ich im Film – das war ein Double: Ich bin nämlich nicht gesprungen, sondern habe mich wie ein „Ü70er“ aus dem Bett gequält.

Aber nach dem Hunde-Gassigehen und kräftig Frühstücken ging es schon besser und gemeinsam mit Julia ging es an diesem Sonntag quasi in Windeseile (45 Min.) nach Norderstedt – kein Vergleich zur Autobahn-Juckelei des Vortags.

Dort „same procedure“: Viele Leute begrüßen, die Strecke mit einigen Veränderungen gegenüber den Vorjahren angucken, Warmfahren und „los“.

Naja, „los“: Wie in Hannover hätte ich in Norderstedt aus der 1. Reihe starten dürfen – wenn ich denn beim Aufruf schon zugegen gewesen wäre, aber da war ich noch auf einer weiteren Besichtigungs-/Warm-up-Runde. Aber für ein Plätzchen in der 2. Reihe war ich gerade noch rechtzeitig da.

Trotz der arg verkürzten Startgerade (dort wird gerade eine neue Wasserleitung quer durch den Wald verbuddelt) gelang mir ein weitaus besserer Start als am Vortag: Beim Anbremsen zur ersten scharfen Linkskurve ging ich erst an Teamkamerad Jörg vorbei und wo ich gerade so schön in Fahrt war, auch gleich noch am roten Führungstrikot von Thomas – sehr schön, die beiden Schnellsten des Vortages gleich im Doppelpack „vernascht“. 😉

Zwei Kurven weiter bzw. in der Senke nach der Kehre ging dann der spätere Tagesdritte Jeremy mir zu Boden – zum Glück rappelte er sich schnell wieder auf und fuhrt weiter. Ich konnte mich während dessen auf dem Rad halten und ging auf bald darauf folgenden Geraden an ihm vorbei.

Nachdem sich also der Pulverdampf des Startprozederes gelegt hatte: Platz 4 im Rennen, besser sollte es heute nicht mehr werden. Was an dieser Stelle aber schon am meisten schmerzte: Keinen einzigen Meter konnte ich vor Mario fahren, und so wie er vorn Gas gab war auch klar: Daran würde sich heute nichts mehr ändern.

Kurz vor der ersten Hürde mit anschließender Treppe gingen dann auch Jörg und Thomas wieder an mir vorbei; länger wollten sie sich nicht von dem rollenden Hindernis aufhalten lassen.

Auch Jeremy hatte sich vom Sturz erholt und überholte; ebenso der „Oldesloer Nachbar“ Stefan, der gestern direkt vor mir platziert war.

Die ganze 2. Runde lang sah in dann mit konstant etwa 50 m Abstand vor mir „Pirat“ Arne: Das war zu dem Zeitpunkt immerhin ein gutes Indiz dafür, dass ich in einem sehr ordentlichen Tempo unterwegs sein musste – wer also noch von hinten ran kommen wollte, der musste dann schon einiges dafür tun. Und hinter mir kam auch noch ein ganzes „Paket“:

Bei einigen Bezugspunkten war aber zu sehen, dass ich den Abstand einigermaßen halten konnte und innerlich hatte ich mich schon darauf eingestellt, dass das Rennen auf der recht langen Strecke nach 4 Runden vorbei sein müsste. Dummerweise hörte ich dann während der dritten „Bunker-Durchquerung“ in Nähe von Start/Ziel den Sprecher sagen, dass noch 2 Runden zu fahren seien – und von hinten hatte sich „Tri-Team Sven“ aus dem Fahrer-Paket gelöst und kam mit großen Schritten näher.

Tja, so war das Rennen für „meinen“ 8. Platz eine Runde zu lang: Er ging spielend-leicht vorbei und fuhr auf und davon, aber der 9. Platz und damit das erste Top-Ten-Ergebnis der Saison – das hätte ich früh morgens mit den bleiernen Beinen nicht erwartet!

Ganz vorn war der Zieleinlauf wie am Vortag: Der Büdelsdorfer Thomas als Erster und Jörg dahinter auf Platz 2 – Chapeau!

 

Julia ist bei den Damen zwar ins Rennen gegangen, hat dann allerdings ihr erstes „DNF“ im CX-Rennen erfahren – Fahrerin und Material sind aber wohlauf, in Neu-Duvenstedt geht´s weiter.

 

Bewegte Bilder der Rennen gibt es auch, denn der „hamburger cyclist“ hat felißig gefilmt:

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667), https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2021/10/11/bilder-vom-stevens-ccc-in-norderstedt-10-10-2021//

VonMarco

STEVENS-CycloCross-Cup 2021/22 – 1. Lauf, Ihme-Cross Hannover

Endlich wieder CX-Saison, der Startschuss fiel in diesem Jahr in Hannover:

Der Parcours entlang der Ihme ist für mich ein gutes „Startaufstellungs-Pflaster“, denn schon im letzten Jahr durfte ich dort den Platz an der Sonne genießen.

Die lange Reise nach Hannover war dieses Mal auch nicht so langweilig: Gleich im „CTH-Trio“ haben wir uns auf den Weg gemacht. Ein weiterer Vorteil: Wenn man es als alternder, abgetakelter Hobby-Pilot einfach nicht mehr bringt, dann heuert man einfach ein paar spritzigere Teamkameraden/Innen an, die dann für die guten Ergebnisse sorgen – ganz schön clever, nicht wahr?

Nach dem Begrüßen vieler vertrauter CX-Gesichter und der Streckenbesichtigung ging es los und von den Vieren aus der ersten Reihe habe ich es dann auch als Vierter in den Wurzel-Trail geschafft.

 

 

Direkt vor mir „Pirat-Oliver“, der mir eine Idee zu langsam über die Wurzeln hoppelte, also zog ich -noch mit der Spritzigkeit der ersten Runde gesegnet- auf der ersten Asphalt-Geraden an ihm vorbei.

 

 

Apropos „hoppeln“: Matsch und weicher Boden war weit und breit nicht vorhanden (außer dem kleinen Stückchen über die zukünftige Bienen-Wiese) und an den Hürden hat es sogar ordentlich gestaubt – dafür rüttelte und schüttelte es fast überall ganz mächtig-gewaltig, so dass ab Rennmitte der Rücken und die Handgelenke Rückmeldungen gaben. Aber bis dahin dauerte es noch.

Teamkamerad Jörg zog nach der ersten Schräghang-Auffahrt vorbei, ein paar schnellere Jungs inklusive Super-Mario folgten bald hinterher. Eine Weile konnte ich in deren Fahrwasser noch dranbleiben, aber nach einer knappen Runde Verfolgung musste ich dann doch ein wenig Druck rausnehmen um Kräfte-mäßig über die Runden zu kommen.
Die vielen, enge Kehren habe ich dabei sehr genossen: Die Reifen krallten sich schön in den Boden und der Puls konnte dort auch immer um ein, zwei Schläge sinken.

Ab besagter Rennmitte hatte es sich dann auch so weit zurecht geschüttelt, dass nach vorn „nichts mehr ging“ und der Abstand zum ersten Verfolger hinter mir auch relativ groß und vor allem gleichbleibend war – was leider nicht hieß „gemütlich ins Ziel fahren“, denn um den Abstand zu halten musste ich schon noch so gut es noch ging Gas geben. Aber ohne dass es eng wurde ging es so auf Platz 12 von 27 Gestarteten ins Ziel.

Jörg war dort als 2. angekommen und Teamkameradin Julia rollte in ihrem allerersten CX-Rennen bei den Hobby-Damen als 10 ins Ziel.

 

 

Bewegte Bilder gibt es hier zu sehen:

Bis auf die gewohnt-zähe Autobahn-Rückfahrt also ein rundum gelungener Start in die diesjährige Saison. 🙂

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667), https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2021/10/10/stevens-ccc-hannover-09-10-2021/, Video vom hamburger cyclist.

VonFrank

CTH goes Brocken 2021

­­­­­­­­­­­­­­­­­­­Viele Radsportveranstaltungen und –events konnten in diesem Jahr nicht durchgeführt werden.
So kamen wir bereits zu Beginn der Saison auf Idee, selbst eine Tour zu planen, die für viele von uns einer der sportlichen Höhepunkte der Saison sein sollte.
Schnell war der Brocken als Ziel ins Auge gefasst.
Der höchste Berg des Harzes liegt von unserer Haustür ca. 260 km entfernt.
Dima hatte gleich festgestellt, dass es 520 km sind, wenn wir auch wieder zurück fahren würden und stellte diese Variante zur Diskussion.

520 (!) km mit dem Fahrrad?

Ja! Wir wollten es probieren.

Die Suche nach dem perfekten Termin mit Rückenwind, Sonne, optimalen Temperaturen und was noch alles dazu gehört, war dann schwieriger als gedacht. Und als die Tage merklich kürzer wurden, nahmen Lars und Martin die Sache in die Hand und legten fest, dass wir uns am 28./29. August auf die Reise zum Brocken machen.
Aus unseren Reihen waren Julia und Dima sofort dabei.
Auch Ulf und Martin von der befreundeten Radgruppe „Schaalsee-Express“ aus Zarrentin haben sich uns ohne zu Zögern angeschlossen.
So fieberten wir sechs Fahrer auf unsere große Tour hin. In den Tagen zuvor tauschten wir uns ausgiebig zur richtigen Material- und Kleidungswahl aus. Auch die Wettervorhersage beschäftige uns sehr. Uns war klar, dass uns keine optimalen Bedingungen erwarten würden.  Am Vorabend der Abfahrt hatten wir die Gewissheit, dass uns Temperaturen um die 15° und Regenschauer begleiten würden. Immerhin war Wind auf unserer Seite.
Er kam aus nördlicher Richtung und schob uns in Richtung Mittelgebirge.

 

 

 

 

Es kam der 28. August!

Julia, Dima, Lars und Martin starteten wie immer auf die Minute pünktlich um 03:00 Uhr in Kuddewörde.
Die Straßen waren nass.
Es regnete nicht. Und so rollten wir durch den Sachsenwald zur Brücke in Geesthacht. Als Reisegeschwindigkeit hatten wir uns auf 26 – 28 km/h geeinigt. Unsere Fahrräder waren mit dem nötigsten Gepäck für eine so lange Tour bepackt und jeder hatte eine Beleuchtung montiert, die uns den Weg durch die Dunkelheit leuchtete. Auf der Elbbrücke in Geesthacht, sahen wir in einiger Entfernung das Licht eines einzelnen Radfahrers und freuten uns, dass wir nicht die einzigen sind, die um diese Uhrzeit unterwegs sind. Als der Scheinwerfer immer näher kam, nahmen wir die Füße hoch und ließen den Radler aufschließen. Die Freude war bei allen groß, als wir erkannten, dass es Urs war, der ebenfalls mit zum Brocken kommen wollte. Urs lobte unsere Pünktlichkeit und wir fuhren als 5er-Gruppe weiter in Richtung Lüneburg. Dort hatten wir uns um 04:45 Uhr mit Ulf und Martin aus Zarrentin verabredet und wollten die erste kleine Pause einlegen. Ab Lüneburg ging es dann zu 7. weiter Richtung Süden. Der Streckenabschnitt von Lüneburg nach Uelzen führte entlang der B4. Hier nutzen wir selbstverständlich den Radweg. Dieser war jedoch vor allem in den Ortschaften in einem schlechten Zustand und so wählten wir innerorts die Fahrbahn. Der Autoverkehr war früh morgens ja noch sehr gering. Einmal verpassten wir nach einem Dorf die Auffahrt zum Radweg und blieben bis zur nächsten Möglichkeit auf der Straße. Die B4 mutierte hier für uns überraschend zur autobahnähnlichen Schnellstraße und wir stoppten am rechten Fahrbahnrand und hoben unsere Fahrräder über die hüfthohe Leitplanke um auf den sicheren Radweg zu gelangen.

 

 

 

 

 

 

 

Bald wurde es hell und wir kamen bei trockenen Straßen super vorwärts.
Unsere 7er-Gruppe funktionierte hervorragend.
Wir teilten uns die Führungsarbeit und hatten alle noch genug Luft um ausgiebig zu plaudern.
So kam es auch, dass wir zum zweiten Mal nach einer Ortschaft unbeabsichtigt auf der Fahrbahn blieben und den Radweg verpassten. Gerade als wir ein rundes Schild mit einem roten Rand und einem Fahrrad drauf passierten, überholte uns ein silberner Kombi mit blauen Applikationen. Natürlich wollten wir die Schnellstraße schnellstmöglich verlassen – die nächste Möglichkeit war ein Kreisverkehr in ca. 1 km Entfernung.
Nach einer kurzen, freundlichen Belehrung kamen wir mit einer mündlichen Verwarnung davon. Puh. Weiter ging’s.
Nun verlief unsere Route auch endlich nicht mehr entlang der B4. Ab Uelzen radelten wir auf kleineren Landstraßen durch eine herrliche Natur. Es wechselten sich Heidelandschaften, Felder und Wälder ab. Für die Navigation war übrigens Martin zuständig. Ein schwieriger Job in unbekanntem Gelände. Aber im Großen und Ganzen lief es rund. Eine 500m lange Gravelpassage mussten wir jedoch durchfahren.  Vielleicht hat Martin die aber auch extra für Lars eingebaut, der mit seinem Crosser unterwegs war.

 

 

 

 

Nach 111 km haben wir in einer wunderbaren Dorfbäckerei die erste größere Pause eingelegt. Hier wurden nach unseren Wünschen über ein Dutzend Brötchen belegt und die großen Kaffeetassen gefüllt. Ulf erinnerte sich, bei diesem Bäcker bereits schon einmal auf einer anderen Tour angehalten zu haben.

Nach einem weiteren Stopp beim Bäcker und bei einem Supermarkt erreichten wir nach 230 km und in weniger als 9 Stunden Fahrtzeit Wernigerode. Hier begann langsam aber sicher der Anstieg zum Brocken. Ulf ist die Tour mit seinem deutlich gebrauchten Rad gefahren und musste zunehmen feststellen, dass die alte Technik nach ca. drei Erdumrundungen nur mit einem erhöhten Krafteinsatz zu bewegen war. So nahm er den Anstieg in eigenem Tempo in Angriff und wollte schauen, wie weit es für ihn gehen würde.

 

 

 

 

 

 

 

Die anderen 6 kurbelten norddeutsch leichtfüßig hoch bis zum Gipfel auf 1142 m Höhe.
Nach 260 km im Sattel war dieser nach 10 Stunden und 8 Minuten erreicht.
Gleich schickten wir Bilder und den Live-Standort an alle CTHler, die nicht mitgekommen waren, aber unsere Tour zu Hause gespannt verfolgten.

Auch diese Unterstützung unserer Radfreunde motivierte uns immer weiter zu fahren. Danke Euch!

 

 

 

 

 

 

 

 

Die gefühlte Temperatur war hier oben unterhalb unseres Wohlfühlbereiches und so rollten wir bald wieder runter nach Schierke.
Hier diskutierten wir beim Brockenbäcker über die verschiedenen Möglichkeiten der Heimfahrt.

Martin und Ulf hatten sich hier bereits entschieden im beheizten Auto zurück nach Zarrentin zu fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben eine super Leistung gebracht und nahezu 300 km abgespult.
Martin hatte uns mit seinem aerodynamischen Körperbau viele Kilometer Windschatten gespendet.

Julia, Lars, Urs, Dima und Martin machten sich mit den Fahrrädern auf die Rückfahrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fuhren die identische Route wie auf der Hinfahrt.
Diese führte durch Städte mit einem Bahnhof, sodass unterwegs mehrmals die Möglichkeit bestand mit dem Zug heimwärts zu fahren.
Die Wetterbedingungen verschlechterten sich auf der Rückfahrt zunehmen. Der Nordwind, frischte auf und bremste uns nun etwas aus.

Regen setzte ein!

Viel Regen!!

Regen soweit das Auge reichte!!!

Die Dunkelheit sollte auch bald einsetzen. Um am Donnerstag wieder fit für die Ortsschildsprints auf unserer Trainingsrunde zu sein, entschied sich Lars in Braunschweig ins Auto zu steigen.

Zwei Platten nacheinander bewogen auch Urs nach 350 gefahrenen Kilometern gemeinsam mit Lars auf vier Räder umzusteigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine großartige Leistung!

Julia, Dima und Martin wollte weiter mit dem Rad fahren. Sie hatten nun das Ziel die kompletten 520 km zurück zu legen.

Zu diesem Zeitpunkt wusste nur Martin als Navigator, dass noch über 170 km vor uns lagen. Mit einsetzender Dunkelheit war es vor allem die schlechte Sicht, die ihnen das Vorankommen erschwerte. Das Durchschnittstempo sank. Die Kilometer wollten nicht mehr so leicht vergehen. Der starke Regen hatte trotz Regenkleidung nun auch die letzte Schicht erreicht.

Wir waren bis auf das Sitzpolster nass.

Tapfer radelten wir drei durch die Dunkelheit. Julia fuhr heute sehr stark. Als Brillenträgerin kämpfte sie sich bei sehr schlechten Sichtverhältnissen immer weiter. Auch die Kälte hatte mit den durchnässten Klamotten leichtes Spiel und lies uns alle drei frieren.
Ungefähr um Mitternacht traf Julia die vernünftige und richtige Entscheidung sich abholen zu lassen.

Dima und Martin hatten sehr großen Respekt vor Julias Leistung und ebenso von ihrer Entscheidung zu diesem Zeitpunkt die Tour zu beenden. Ohne Regen und bei wärmeren Temperaturen, wäre es wahrscheinlich Julia gewesen, die mit einem Lächeln die 520 km abgespult hätte. Nun lagen noch knapp 100 km vor den beiden Radlern.

Im Zweierteam waren sie auch in der Nacht bemüht die Führungsarbeit zu teilen. Beide hatten nun alle Kleidungsstücke angezogen, die sie mitgenommen hatten. Windjacke, Windweste, Regenjacke, Regenhose, Überschuhe…alles kam zum Einsatz. Nach einem letzten Stopp an einer Tankstelle in Lüneburg ging es auf die letzten 55 km.
Jetzt kam bei beiden auch die Müdigkeit hinzu.

Zum Glück hielt uns der kalte Starkregen wach.

Urs schicke zur Motivation eine Nachricht, dass der Regen in Trittau zu diesem Zeitpunkt aufgehört hatte. Wir mussten alles geben und kamen auf letzter Rille um ca. 05:00 Uhr morgens zu Hause an. Wow!

Wir haben es tatsächlich bei diesem Wetter geschafft. 

Wahnsinn!

Wir sind uns alle 7 einig: Es war eine unvergessliche Tour. Vielleicht das sportliche Highlight 2021.

Mal schauen, wo die nächste Tour uns hinführt

 

Autor : Martin „P“

VonFrank

04.09.2021 ab 13 Uhr Wulfsdorfer Radelspaß

Mehrfach waren wir Teil, von Anke Brammen´s “Inklusionssport” der Hermann Jülich Werkgemeinschaft.
Gemeinsam wurde in Hamfelde ein Radrennen der besonderen Art durchgeführt.
Dieses besondere Event ist leider in den letzten Jahre (auch coronabedingt) etwas „eingeschlafen“, umso mehr freuen wir uns, dass es jetzt ein Neuauflage gibt.
„Wulfsdorfer Radelspaß“!
Am 04.09.2021 fahren Menschen mit und ohne Assistenzbedarf als Team den 2km langen Ahrensburger Rundkurs.

Gestartet wird ab 13 Uhr auf dem Biohof Cordes, im Wulfsdorfer Weg 199, in 22926 Ahrensburg.
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https://www.werkgemeinschaften.de/wohnen/lebensort-ahrensburg-wulfsdorf/
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Rückblick:
https://www.werkgemeinschaften.de/radevent-2016-slideshow/

Wulfsdorfer Radelspass 2021 Cyclingteam Holstein Anke Brammen CTH Frank Müller Perfekte Netze GmbH
VonFrank

27. Juni 2021 Triathlon in Helsingör – Dänemark

Dirk hat sich auf den Weg nach Dänemark gemacht, um bei der Ironman 70 .3 Mitteldistanz anzutreten.

  • 1,9   km schwimmen
  • 90,1 km radfahren
  • 21,1 km laufen

Glückwunsch, hast Du super gemacht!

 

VonFrank

Eisessen in Bad Oldesloe

Am Sonntag, den 13.06.2021 ging es mit heftigen Nordwest-Winden zum Eisessen nach Bad Oldesloe.

Schön das wieder etwas mehr Normalität auch in unserem sportlichen Alltag kommt.

 

 

VonFrank

Sommer 2021 – der Web-Shop ist noch einmal aufgemacht!

bis zum 27.06. ist der Web-Shop noch einmal geöffnet worden.

Wer noch ein passendes Outfit sucht, darf shoppen bis die Kreditkarte glüht!