VonMarco

Rennbericht aus der Hobby-Ü50: Stevens Cyclo-Cross-Cup 2022/23, 7. Lauf Bad Oldesloe

Heute ging es zum zweiten Mal „rund“ auf dem Travering – dass sich die Strecke gegenüber dem Vorjahr ein paar Änderungen gefallen lassen musste, konnte ich mir schon am Donnerstag anschauen.

Nachdem es im Vorjahr richtig gut lief und ich mit Platz 4 mein bestes Saisonergebnis einfahren konnte, war dieser Sonntag aber irgendwie nicht mein Tag und das Rennen auch nicht mein Rennen. Quittung: Das (bislang) schlechteste Ergebnis dieser Saison. Wobei ich dafür weder der Strecke, dem Wetter oder sonst was/wem dafür die Schuld in die Schuhe schieben kann, denn irgendwie habe ich mir das Leben heute selbst schwer gemacht.

Zunächst bin ich es mal ganz professionell angegangen:
Da ich mir wegen meiner Reifenwahl und dem sich möglicherweise ändernden Streckenzustand nicht ganz sicher war, schob ich meinen Trainingscrosser „schwer bewaffnet“ mit Limus-Matschreifen ins Depot: Sollte also während des Rennens die fast überall vorhandene Grasnarbe derart aufbrechen, dass ich mit dem sparsameren Profil auf dem Bianchi nicht mehr gut zurecht kommen sollte, stand der Rettungsanker bereit.

Der Start war wieder ein Uphill-Sprint, dieses Jahr ging es aber auf dem Areal weiter hinten hoch, so dass die wilde Horde auf Höhe des Depots auf die eigentliche Strecke fährt.
Von der Startlinie weg lief es zunächst noch halbwegs gut: Immerhin als 5. oder 6. kam ich oben an und durch die Schräghang-Kehren am Depot durch.

In darauf folgenden langen Schräghang wurde ich in der ersten Bergauffahrt vom vor mir tippelnden Thomas etwas aus dem Tritt gebracht, in der 2. Auffahrt habe ich es mir selbst vermasselt.

Oben auf dem kurzen Asphaltstück kam ich nicht ins Pedal, was dann dazu führte, dass ich auch den Graswall nicht ganz hoch kam und mich damit sicherlich bei allen hinter mir hängenden Fahrern „extrem beliebt“ gemacht habe: Du stehst nicht im, du bist der Stau!

Dieses Gestümpere nutze Mario, um an mir vorbei zu ziehen und damit erstmalig in dieser Saison überhaupt ein paar Meter vor mir zu fahren. Konnte ich mir natürlich nicht gefallen lassen und konterte bald darauf.

Das „Stilfser Joch“ erklommen wir fast simultan: Schwung mitnehmen-hochrollen-drücken-hängenbleiben.

Während ich aber richtig an Boden und Rad hängen blieb und mir noch einen Drehimpuls ins linke Knie verpasste – das begann zum Glück erst nach dem Rennen mich wirklich zu piesacken – kam Mario hier zügiger in Fahrt und war wieder vor mir.

Auf Höhe des Depots fuhr Jörg an mir vorbei und auch Stefan „das Uhrwerk“ nutze die Gelegenheit – und so durfte ich mir das Cyclocross-Hamburg-Duo erstmal von hinten angucken. So ging es rüber zur alten BMX-Bahn wo sich erstmal nichts tat, ich aber weiterhin vor allem mit mir und meiner Linienwahl und Kurventechnik haderte.

Dann die schöne Abfahrt runter, durch die Anlieger-Kurve und … im kleinen lockeren Sand-Kies-Streifen patze Stefan und ich war wieder vorbei und direkt hinter Mario.

Der machte seinen Patzer in der 2. Abfahrt des großen Schräghangs und so hatte ich das rote Duo zunächst wieder hinter mir. Aber mir war schon klar, dass das heute eine harte Aufgabe werden würde: Die beiden waren ganz offensichtlich nicht dafür nach Oldesloe gekommen um dabei zuzuschauen, wie ich vor ihnen über die Ziellinie rolle – heute war deren Kampfgeist förmlich greifbar.

Nach meinen vielen Patzern in der ersten Runde war ich aber alles andere als „im Flow“: Auf einigen Abschnitten lief es einigermaßen, aber gerade die im ersten Durchlauf kritischen Passagen befuhr ich während des ganzen Rennens eher zaghaft-unsicher; da war ich überhaupt nicht zufrieden mit mir.

Nach dem anfänglichen Aufflackerns eines echten on-the-Track-M&M-Battles™ passierte hier nun nichts mehr. Dafür hatte sich Stefan mit seiner sprichwörtlichen Uhrwerk-Fahrweise wieder herangerobbt und nahm ab Rennmitte den Kampf auf: Anfangs ging es noch hin und her, zwei Mal konnte ich nach seinen Überholmanövern noch kontern.

In der vorletzten Runde schaffte ich es mit schwindenden Kräften nicht mehr das Stilfser Joch komplett hochzufahren, musste die letzten 2 Meter vom Rad und Stefan zog vorbei.

Die folgende große Wiese mit den vielen Schleifen lag ihm offenbar ganz besonders gut: Schon die Runden zuvor war er hier immer besser als ich unterwegs und auch jetzt gleitete er förmlich über den an sich schlecht laufenden Rasen – unaufhörlich öffnete sich eine Lücke zwischen uns.
Nach hinten war Mario recht weit weg und zwischen uns hatte sich noch Jochen geschoben, der seinerseits Runde für Runde dichter kam.

In der letzten Runde war ich im Bereich der BMX-Bahn zwar wieder etwas dichter an Stefan herangekommen, aber er war noch immer weit außerhalb Schlagdistanz. Von hinten kamen Jochen und auch Mario wieder etwas dichter auf, aber auch hier war der Abstand groß genug um nichts weiter anbrennen zu lassen.
So ging es mit Platz 11 und damit erstmalig in dieser Saison außerhalb der Top–10 fix & fertig ins Ziel. Da konnte mich nicht mal das 7:0 im Battle™ trösten.

Jörg, den nach seinem Überholen das ganze Rennen nicht mehr zu Gesicht bekam, rollte auf Platz 6 ins Ziel. In der momentanen Gesamtwertung liegt er zwar noch kurz hinter mir, aber da er 2 Rennen aussetzen musste, ist er „virtuell“ wegen des am Ende der Saison verrechneten Streichergebnisses schon vorbei.

Julia trumpfte als Fünfte bei den Damen auf, ließ dabei sogar die Gesamtzweite Katrin sowie ihre beiden direkten Verfolgerinnen Jana und Sonja hinter sich und konnte damit ihren 3. Gesamtrang weiter ausbauen.

Fazit:
Nach dem Erstlingswerks des letzten Jahres hat der RV Trave sein Cross-Event mit ein wenig weiterem Feinschliff nahezu perfektioniert – weiter so und auch ich versuche mir daran ein Beispiel zu nehmen.

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2022/11/14/stevens-cyclocrosscup-bad-oldesloe-13-11-2022/ )

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 6. Lauf: Neu Duvenstedt

Wie ich schon letztes Jahr schrieb: „Ich liebe diesen Kurs.“ Außer Treppenlaufen (dafür Treppenfahren) und Sand ist hier alles aufgeboten, man muss technisch und konditionell auf der Höhe sein. An der Strecke hatte sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig geändert. Die Abweichungen habe ich mal versucht rot in die Karte einzuzeichnen. Als einzig echte Anpassung gab es nach der Wiederauffahrt von der Passage „Schräghang-Geschlänge“ eine verlängerte Abfahrt mit Kehre und entsprechend langer, kräftezehrender Auffahrt über die feuchte Wiese.

Den Linksbogen über das rutschige Kopfsteinpflaster auf dem Hof gab es auch schon im letzten Jahr, der fehlte aber in der Karte. Auch die beiden eingezeichneten Änderungen gab es schon im letzten Jahr und waren wohl im veröffentlichten Streckenplan nicht ein eingepflegt.

Die Strecke ist also kein „Selbstgänger“, aber jeder Fahrertyp findet hier Passagen, die gut funktionieren und Passagen, in denen man gut Fluchen kann – bei mir die gelb markierte Stelle (der letzte Knick schräg-steil-bergauf über Wurzeln oder lockeren Boden…): Während fast alles mit traumwandlerischer Sicherheit gut lief, bin ich hier gerade einmal in der 2. Runde gut durchgekommen; in Durchgang 1 und 3-5 war es ein stümperhaftes Herumstochern …

Aus der ersten Reihe ging es die ansteigende Startgerade hinauf, direkt hinter mir hatte sich Mario aufgestellt. Dieses Mal war Frank es, der „abging wie ein Zäpfchen“ – gefolgt von René, Thomas und Jeremy; ich bog oben als 5. auf die Wiese ein. In der Anfahrt zu den Hürdenbrettern überholte ich den recht verhalten fahrenden Jeremy – hatte er etwa einen schlechten Tag oder war er nur noch nicht auf Betriebstemperatur?

Hinter den Hürden hatte Thomas etwas Mühe wieder schnell aufs Rad zu kommen, und so durfte ich das Schräghang-Geschlängel an Position 3 unter die Räder nehmen.
Bei der Wiederauffahrt aus der Senke zogen die Beiden und wieder vorbei – das beantwortete auch die gleich Frage „schlechter Tag“ vs. „noch fehlende Betriebstemperatur“.

Hier ein Blick nach rechts zurück: Mario weit zurück im dichten Verkehr steckend – sollte der erste Matchball im M&M-Battle etwa gleich ein „As“ sein?

Die lange Down- und Uphill-Passage konnte ich mich noch vor Jörg halten, der dann aber in der Abfahrt Richtung Depot an mir vorbei zog.

Über die Hoppel-Hürden, die Treppen hinauf und ins Wäldchen rein hatte ich Jörg noch in Sicht.

Hinter der Schaukelgerüst-Durchfahrt an der der steilen Aufwärtsrampe dann ein kleiner Strauchler von ihm und ich durfte mich noch einmal kurz vor ihn setzen. Zwischen dem 2. und 3. Waldsektor zog er dann aber endgültig auf und davon. Zuvor hatte mich noch Andreas überholt, der aber bald darauf mit Reifenschaden ausschied.

Die zweiten Runde über musste ich dann meine Schlagzahl deutlich reduzieren: In der Startrunde hatte ich mich doch klar übernommen und der Magen quittierte das mit einem ganz fiesen Brennen – da ging es mir eine Zeit lang echt richtig schlecht. Während dieser Phase pirschte sich der Kieler Kay peu à peu näher heran. Ab der 3. Runde ging es mir und meinem Magen zwar wieder besser, aber nun hatte Kay richtig Gas gegeben und überholte mich auf dem Wiesenstreifen vor dem 3. Waldsektor. Für ihn, der diese Saison weit hinter seinen Möglichkeiten geblieben war, freute es mich zwar, dass er wieder ein Lebenszeichen sendete und „im Geschäft war“ – aber das musste er jawohl bitteschön nicht zulasten meiner Platzierung machen. Ich fand es müsste reichen, wenn er sich vor Mario einreihen würde.

Als auf meinen Zuruf „Hey, was willst du denn hier???“ keine Antwort kam vermutete ich schon, dass er ziemlich am Limit war. Das bestätigte sich auf der Startgeraden und dem folgenden Wiesenstück – also Gegenattacke, so schnell es ging über die Hürden (das war jedes Mal eher ein „sich-drüber-hinweg-Schleppen“) und dann bei höchster Konzentration mit maximaler Geschwindigkeit den Schräghang hinab: Die Blickkontrolle bei der Bergauffahrt zeigte eine schöne Lücke, die bei der anschließenden Abfahrt-Kehre-Auffahrt noch weiter aufging. Mitte der vierten Runde war die Sache wieder gerichtet: Guter Abstand zu Kay, Mario noch weiter dahinter – jetzt konnte ich die Sache verwalten, denn nach vorn ging außer ein paar Überrundungen auch nichts mehr; Jeremy war weit hinter der Erdkrümmung verschwunden.

So fuhr ich dann als 9. ins Ziel und bei so vielen „M&M-Battlepoints“ auf dem Konto musste ich beim Zählen schon die Finger zur Hilfe nehmen.

Unterwegs bei der Treppen-Auffahrt gab es übrigens unterschiedliche Stile zu beobachten:

dynamisch:

 

elegante Souplesse:

 

stampfend-schnaufend:

Jörg hatte sich trotz seines maroden Kniegelenks sehr gut geschlagen und kam als 5. ins Ziel.

Julia legte einen wirklich tollen Start hin, kam als 3. An den Hürden an, büßte im Laufe des Rennens aber noch ein paar Plätze ein und kam als 7. ins Ziel – den 3. Rang in der Gesamtwertung hat sie dennoch ausgebaut.

Die Strecke und Veranstaltung hat wieder einmal großen Spaß gemacht – vielen Dank an die Büdelsdorfer und natürlich vielen Dank an Mike, der sich hinter der Linse auch bei solch ungemütlichem Wetter wieder den ganzen Tag um die Ohren schlug!

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, Stevens CycloCrossCup – Neu Duvenstedt – 6.11.2022 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de )

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 5. Lauf: Kaltenkirchen

Vorgestern war fast alles anders als im Vorjahr: Da war es der 2. Tag eines stressigen Doppel-Wochenendes, der Körper war kaputt und ausgelaugt, hinzu kamen Kälte und Regen.

Dieses Mal federte ich nach 2 rennfreien Wochenenden gut erholt aus dem Bett. Früh morgens war es zwar noch arg neblig, aber mit der Ankunft in Kaltenkirchen wurde die Sicht schon klar und später zum Rennbeginn kam sogar die Sonne ein wenig heraus; die Temperaturen nicht zu kalt und nicht zu warm: Alles super.

Und nachdem Jörg die beiden letzten Rennen verletzungsbedingt aussetzen musste, stand nun wieder das komplette „Cross ist Trumpf“-Trio des CTH am Start.

Gespannt war ich auf die Besichtigungsrunde, hatte sich doch einiges an der Strecke verändert: Die Bodenverhältnisse boten nach allenfalls mäßigem Regen an den vorhergehenden Tagen überwiegend eine gute Balance aus „nicht-zu-nass-und-nicht-zu trocken“, wobei die feuchten Wiesenabschnitte naturgemäß nicht wirklich leicht rollen.

Unten die Startgeraden und Kehren blieben wie gehabt, dann ging es aber über den seitlichen Grashang hinaus aus der Grube und hinauf zum festen Fußweg, der rüber zum gänzlich neuen Teil der Strecke führte. Dort die eine, eklige Passage mit „Schräghang-Gefälle, scharf ums Eck und auf locker-rutschigem Boden bergauf“ konnte ich mit niedrigem Besichtigungspuls zwar so gerade eben hochfahren, aber im Grunde stand der Entschluss schon fest, hier im Rennen mit 180er Puls und nachlassenden Kräften und Konzentration lieber auf Nummer sicher zu gehen und ab der Kurve ein paar Schritte zu Fuß zu gehen.

Hier oben im neuen Wiesengelände folgten noch ein paar weitere zackigen Kurven und Kehren sowie 2 stattliche Baumstämme als Hindernis – recht dicht hintereinander und ich glaube an der einen oder anderen Stelle auch eine Idee höher als 40 cm.

Danach kam meine Lieblingspassage: Fester Fußweg, bergab (Puls ein paar Schläge runterbringen) hinein ins zackige Geschlängel hin zur Baumschikane, wo früher die Hürden standen. Nach einer kleinen mit Wurzeln gespickten Senke weiter über den festen Weg hin zur bekannten 3-teiligen Sandkiste: Dank gerader Anfahrt und leichtem Gefälle ließen sich die beiden ersten Teile sehr gut fahren, Teil 3 dann fast wie immer, wobei man nun nicht mehr direkt aus der 90°-Kurve in den Sand eiert, sondern gerade mit etwas Schwung hineinfahren kann – insgesamt als viel besser und weniger Krampf als bei der alten Streckenführung.
Von hier noch ein bisschen Wiese und schon war man zurück an Start/Ziel.

Insgesamt gefällt mir die neue Strecke deutlich besser als die vorherige Version und auch als die noch ältere Route, die noch am Schützenhaus vorbei in den Wald führte. An dieser Stelle also ein ganz dickes Lob an die Kattenberger: Das habt ihr richtig gut gemacht! Das ganze Drumherum stimmte natürlich auch, da merkt man die langjährige Erfahrung: Da passt alles.

Am Start durfte ich mir ein Plätzchen in der 1. Reihe aussuchen, Jörg wurde in die 2. Startreihe gestellt. Von den 44 gemeldeten Startern waren immerhin an die 40 am Start, hinter uns war der Startbereich also richtig gut gefüllt und auch bei den Damen war mit 14 Starterinnen ein ganz ordentliches Feld versammelt.

Kaltenkirchen war schon öfters ein gutes Startpflaster, so auch diese Mal:
Nach der 180° Kehre klebte ich direkt an René’s Hinterrad, der wieder einmal das Feld anführte. An sich war ich fast sicher, dass ich am nun folgenden, eklig-kräftezehrenden Wiesen-Aufstieg schon überholt werden würde – aber irgendwie passierte nichts und so kam ich immer noch an Platz 2 liegend oben auf dem Weg an. Wahrscheinlich litt René wie ich und alle anderen an diesem Punkt schon an Laktat-Vergiftung, jedenfalls war das Tempo so moderat dass ich die Gelegenheit nutze, um zumindest kurzzeitig in die Führung zu gehen.

Kurz vor Beginn des neuen Wiesenabschnitts schossen dann Klaus und Frank vorbei und auch René flutschte noch durch. Die weitere Abfolge meiner Platzverluste habe ich nicht mehr so recht im Kopf und schon während des Rennens wusste ich gar nicht mehr so genau, an wievielter Position ich mich genau befand. Jörg jedenfalls überholte mich am Ende der 1. Runde auf der Zielgerade und zog sofort unwiderstehlich auf und davon – hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich den kräftezehrenden Wiesen-Aufstieg so richtig-wirklich-dolle-mächtig-gewaltig-eklig fand?

Im weiteren Rennverlauf waren 2 Faktoren maßgeblich für ein bisschen Spannung: Vor mir war/blieb Jeremy in Sichtweite, hinter mir Mario. Ab Rennmitte dehnte sich der Vorsprung nach hinten ein wenig aus und der Rückstand nach vorn wurde ein wenig geringer. Je nach Streckenpassage kam ich teilweise relativ dicht an Jeremy heran (z.B. meine Liebling-zackiges-Geschlängel-Baumschikanen-Passage) oder er fuhr wieder ein gutes Stück davon (praktisch überall dort, wo PS-Stärke zählt).

Auf Mario baute ich den Vorsprung aber kontinuierlich aus und von hinten kam der Kieler Kay immer dichter an ihn heran. Wie ich später hörte, war er in der letzten Runde sogar schon in Schlagdistanz, aber meine Lieblingspassage war offenbar nicht Kay´s Lieblingspassage und so blieb die Reihenfolge bestehen: Jeremy auf 9, ich auf 10, Mario und Kay folgten auf 11 und 12.

Womit wir schon bei der wichtigsten Banalität des Rennens sind, dem neuen Zwischenstand im „M&M-Battle“. Dazu fragen wir kurz das versammelte Publikum im Stadion:

„Emm?“

„FÜÜÜÜÜ-NF!“

„Emm?“

„NUUUU-LL!“

„Danke.“

„BIT-TE!“

Gut: Alles ist zwar nicht mehr möglich, aber trotz nun folgender 5 Matchbälle ist ein Unentschieden immer noch drin.

Weiter vorn kämpfte sich Jörg direkt hinter dem Gesamtführenden Thomas als 6. ins Ziel – nach einem Monat Rennpause und immer noch lädiertem Knie ein gutes Ergebnis.

Viel spektakulärer ging es aber bei den Hobby-Damen zu: Da schnupperte Julia schon fast am Podium und kam als Vierte ins Ziel.

Zurechtgelegt: Bald darauf folgte der Überholvorgang.

Anders als am zweiten Tag in Mölln war der 3. Platz aber nicht außer sondern in Sichtweite – da dürfen wir alle gespannt sein, was da in dieser Saison noch kommt – in der Gesamtwertung hat sie sich jedenfalls wieder auf Platz 3 vorgearbeitet.

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2022/10/25/stevens-cyclocrosscup-kaltenkirchen-23-10-2022/ ) und dem RSC Kattenberg (https://www.rsc-kattenberg.de/fotos/), Video vom „Hamburger Cyclist“ Nico (leider zum letzten Mal).

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 4. Lauf: Hannover

Hatte ich mich im Norderstedt-Bericht über frühes Aufstehen beschwert? Dieses Mal klingelte der Wecker noch eine gute Stunde früher, schließlich ist die Anreise nach Hannover nicht ganz ohne, klappte aber (dem Feiertag sei Dank!) in gerade einmal 2:01 Std. – Rekord.

So waren wir also sehr zeitig vor Ort und konnten in aller Seelenruhe unsere Besichtigungs- und Warm-up-Runden drehen. War der Kurs im letzten Jahr noch xtra-dry, hart und staubig, so war es der Boden dieses Mal gut gewässert worden – nicht wirklich matschig, aber eben kein leichtes Rollen und in vielen Ecken und Kurven musste man schon gut aufpassen und guten Grip haben.

Heute ging es wieder einmal aus der ersten Startreihe los, Seite an Seite standen Mario und ich dort, für das M&M-Battle war also „angerichtet“.

Das erste echte Battle des Tages habe ich dann allerdings mit Tex:
Der war schon bei der Streckenbesichtigung am Hadern, hatte er doch auf „trocken“ gesetzt und nur die Chicane-Reifen am Rad, die für die heutigen Verhältnisse ganz sicher nicht erste Wahl waren.
So stand für mich fest: Hinter Tex möchte ich keinesfalls aufgehalten werden, also hieß es im Linksbergaufknick am Ende der Startgeraden „den linken Ellenbogen versteifen und dagegenhalten“ – klappte auch, hinter René und Thomas ging es als Dritter über die Hürden und in den ersten Wurzel-Trail.

Auf den zwischen/nach den wurzeligen Single-Trails folgenden schnellen Geraden gingen dann schon einer der „Hannoveraner Lokalmatadoren“ und Jeremy vorbei. Dann hinab zum Ihme-Ufer – schüttelte zwar ganz ordentlich, aber immerhin eine der wenigen Stellen, an denen man mal den Puls um ein paar Schläge herunterbringen kann.

Der nächste der schnellen „Einheimischen“ hing mir da aber auch schon im Nacken und bald darauf zog auch er vorbei.

Wo es runter geht, da geht es bekanntlich auch irgendwann wieder rauf: Nach ein paar Metern geradeaus und der Kehre ackert man sich im zweigeteilten Schräghang dann ja wieder hinauf – dank des richtigen Profils und wenig Luft ging das Runde für Runde recht gut; aber auch der Puls ist dann wieder ganz oben.

Oben dann eine schöne lange Gerade – gerade richtig, um den Puls dort stehen zu lassen, wo er gerade ist und mit ordentlich Tempo zum Geschlängel auf der feuchten, hoppelnden Wiesen zu machen. Egal ob trocken oder feucht: Hier rüttelt und schüttelt es immer und überall, mein Rücken wäre schon gern nach der 2. Runde vom Rad gestiegen – durfte er aber nicht.

Gegen Rennmitte musste ich noch einen weiteren Einheimischen überholen lassen. Eine kurze Weile hatte ich noch Hoffnung, dranblieben und vielleicht wieder überholen zu können, aber wahrscheinlich hatte er nur eine halbe Runde lang etwas verschnauft. Jedenfalls nahm er bald wieder etwas mehr Fahrt auf und zog nach und nach auf und davon.

Auf Platz 7 liegend war dann nach vorn wie hinten ordentlich Abstand – hinter mir fuhr Mario mit relativ gleichbleibendem Abstand. Einfach nur noch zu Ende und ins Ziel fahren war mir allerdings auch nicht vergönnt:
Kurz vor Ende der 3. Runde verfing sich ein gebogenes, gar nicht mal so kurzes und gar nicht mal so dünnes Stöckchen in meinem Schaltwerkskäfig. Treten/Fahren/Schalten ging zwar noch, aber von allein wollte er sich nicht lösen, auch nicht in den Singletrails. Drin stecken lassen wollte ich ihn auch nicht, hatte ich doch Angst, er könnte irgendwann in die Speichen geraten und dann größeren Schaden anrichten.

Also nach der Wende am hintersten Punkt der Strecke auf der Asphaltgeraden schnell runter vom Rad, den Stock herausgepult und weiter gings. Nun allerdings mit deutlich reduziertem Abstand auf Mario (irgendwie ein deja-vu-Erlebnis …) – aber warum sollte es nicht so gut wie am Vortag klappen? Also, Kopf runter, Gas geben, Abstand wiederherstellen. Dauerte zwar etwa eine zweidrittel Runde lang, aber es klappte und der alte Abstand war ungefähr wieder da.

So war unser Zieleinlauf wie am Vortag auf 7 und 8 und in der Gesamtwertung haben wir uns auf die Plätze 6 und 7 vorangearbeitet. Wegen des M&M-Battle-Zwischenstandes (4:0) habe ich Mario im Ziel aber ins Gebet genommen: Da muss er sich bald mal etwas einfallen lassen. Also, ich will mich ja nicht beschweren … gefällt mir schon ganz gut, so Punkt um Punkt zu sammeln. Aber in Sachen Spannung, Drama, Überraschung sind wir in dieser Saison nicht gerade die Masters of Suspense – da haben wir dem Publikum in früheren Zeiten schon mehr Thrill geboten.

Julia kam in ihrem Jubiläumsrennen (Hannover war ein Jahr zuvor ihr erstes CX-Rennen) deutlich besser zurecht als am Vortag und kam als 6. ins Ziel. 

Nach langer Verfolgung auf der Strecke hat sie noch rechtzeitig Jana überholt, und in der Gesamtwertung liegen die beiden auch nur noch einen Punkt auseinander (Jana auf 3, Julia auf 4) – bahnt sich nach dem M&M-Battle etwa hier noch ein J&J-Battle an? 

Sogar die sonst eigentlich immer zähe Autobahn-Rückfahrt flutschte genau so gut wie die Hinfahrt – irgendetwas Gutes hat die in dieser Saison so frühe Startzeit also doch an sich.

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, Stevens CycloCrossCup – Hannover – 03.10.2022 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de), Film vom „Hamburger Cyclist“ Nico.

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 3. Lauf: Norderstedt

 

Die Einleitung meines Berichts kann ich minimal verändert aus 2021 übernehmen:

 

Sonntag-Morgen, der Radiowecker geht an und ich springe energiegeladen aus dem Bett.

 

 

Nee, war natürlich nicht ich im Film – das war wie immer mein Double: Bin nämlich gar nicht gesprungen, sondern habe mich wegen der frühen Uhrzeit wie im falschen Film gefühlt und deswegen nur aus dem Bett gequält.

Also gut getaktet fertig machen, Frühstücken und gemeinsam mit Julia ging es wieder in Windeseile (45 Min.) nach Norderstedt – um die Uhrzeit ist sonntags quasi niemand unterwegs. Leider mussten wir dieses Wochenende nur als Duo das Team-Fähnchen hochhalten, denn Jörg hatte sich für beide Tage abgemeldet: Hatte er sich vorigen Sonntag noch gerade so über die Runden gequält, war jetzt mit seinem dicken Knie komplett „out of order“.

Wegen des regnerischen Wetters der vorherigen Tage hatte ich mir um die Strecke gar keinen Kopf gemacht, war doch der Kurs in der Vergangenheit nie wirklich matschig, sondern zeigte sich immer relativ unbeeindruckt vom herrschenden Wetter.

Dieses Mal aber irgendwie nicht: Haufenweise gut gefüllte Wasserlachen und vom Regen gesättigter Boden: Zwar kein wirklich tiefer Schlamm, aber eine vielfach eine lose, schmierige Schicht und darunter fester Boden – fast noch unangenehmer als wirklich tiefes Geläuf. Ansonsten nur hier und da ein paar dezente Veränderungen gegenüber dem Vorjahr, ansonsten wie gehabt: Wurzelig-hubbelig und kräftezehrend.

Also rasch ein paar Runden Warmfahren und dann konnte es losgehen. Wegen des 9. Platzes in der Gesamtwertung zwar nur aus der 2. Reihe, aber heute lief der Start besser als noch in der Vorwoche:

Schon auf der Startgeraden konnte ich schön weit vorn reinfahren und so ging es Seite an Seite mit Thomas um die erste und in die zweite Kurve. Dort kam ich vorbei und lag schon an 4. Stelle. Ganz vorn wieder Raketenstarter René, dann Klaus und Frank. Nach Kurve/Kehre 3 durch die glitschige Senke – hier hatte ich in der 2. Testrunde schon ausführlich Bodenkontakt inkl. doppelter Rolle rückwärts, im Rennen ging aber alles gut.

Mehr als die erste Hälfte von Runde 1 konnte ich sogar noch gut dran bleiben, kam sogar an René vorbei und somit ein paar Meter lang auf Platz 3 nach vorn.

das erste Bombenloch

Das war aber wohl weniger ein Indiz für ein tolles Tempo von mir sondern eher dafür, dass sich die schnellen Jungs wegen der Bodenverhältnisse erst einmal vorsichtig an ihr richtiges Renntempo herangetastet haben.

Immerhin als 5. rollte ich am Ende der ersten Runde über den Zielstrich und erst auf der längeren „Wurzelgeraden“ zischte dann der spätere Sieger Thomas an mir vorbei – von da an muss er wirklich reichlichen Schub entwickelt haben.

Nun hatte ich zunächst nach vorn wie hinten ordentlich Luft, konnte also ganz ausführlich den inzwischen heftig prasselnden Regenschauer, die sich weiter füllenden Pfützen und die sich in vielen Ecken kontinuierlich verschlechternden Bodenverhältnisse genießen.

So trug ich bis Mitte der vorletzten Runde den 6. Platz um den Kurs herum. Nach und nach hatte sich Hinnerk aber herangearbeitet und als ich nach der Treppe wieder auf´s Rad sprang, trat ich erst einmal ins Leere: Irgendwie war die Kette vor vom Blatt gefallen (keine Ahnung wieso …) und der Kieler Blitz zog nach der Senke an mir vorbei. Gut, das wäre sonst zwei bis vier Kurven später ohnehin passiert, allerdings war jetzt auch ein Großteil meines Vorsprungs auf Mario verpufft.

Daher hieß es noch einmal „Kräfte mobilisieren, Zwischenspurt einlegen, Abstand vergrößern“. Und das klappte auch: Beim nächsten freien Blick auf die parallel laufende Gerade sah der Abstand wieder ganz gut aus, so dass ich den Rest der Rennens ohne hektische Betriebsamkeit und so konzentriert wie möglich zu Ende fahren konnte. Siebter Platz, bestes Saisonergebnis und auch in der Gesamtwertung ging es damit auf Platz 7 nach vorn. Noch viel wichtiger natürlich: 3:0 im „M&M-Battle“.

Anders als im Vorjahr, als Julia während des Rennens ausschied, biss sie sich dieses Mal durch:

Von der Platzierung her leider nicht ganz so erfolgreich wie am Opening-Weekend (an ein paar Stellen der Strecke fehlte dafür ein Quäntchen mutiger Entschlossenheit), aber mit Platz 10 fuhr sie dennoch ein ganz achtbares Ergebnis ein und hielt dabei dem Druck stand, den Kerrin das ganze Rennen lang direkt an ihrem Hinterrad ausübte.

Nach einem leckeren Stück Kuchen und Kaffee ging es dann auch schon wieder heimwärts: Schnell noch die Räder wieder auf Hochglanz gebracht und für den kommenden Tag in Hannover gepackt.

 

Das Ganze gibt´s auch wie immer in bewegten Bildern zu sehen:

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, Stevens CycloCrossCup – Norderstedt – 02.10.2022 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de), Film von Nico aka „Hamburger Cyclist“.

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 2. Lauf: Mölln

Zweiter Tag:

Heute brauchte man dank Permanent-Nummer ja nicht so früh raus, der Wecker konnte 5 Minuten später klingeln und trotz schmerzender Knochen: Die Beine fühlten sich ganz gut an, die abendliche „Recovery-Lasagne“ hatte offenbar gut gewirkt.

Wie gestern waren Jörg und Julia schon am Warmfahren als ich eintrudelte. Da es am Vortag direkt nach unserem Rennen zu regnen begann war der Kurs natürlich nicht mehr so trocken, aber dank eher sandigem Untergrund hatte der Boden das Wasser gut aufgenommen und es war quasi nirgendwo matschig, vielmehr hatte die Oberfläche eine gute Bindung und war deutlich schneller geworden. Auch die Richtungsänderung führte wie schon im Vorjahr dazu, dass es am 2. Tag etwas flotter wurde.

In der Startaufstellung ging es einen Schritt zurück in Reihe 2. – dennoch gelang mir dieses Mal ein besserer Start, obwohl es mit dem deutlich kürzeren und ziemlich sandigen Stückchen Startgerade etwas tricky war.

Für die erste Runde war die Strecke mittels Bypass etwas entschärft; eine Schikane mit scharfer Leitplanke und 2 kurze, steile Rampen wurden so umgangen.

Die „Birkenschikane“ sorgte dennoch gleich für etwas Leben in der Bude, denn dort  es eng, mit Schräghang und es warteten ein paar rutschige Wurzeln.

so geht´s

 

Ganz vorn kommt Rene zu Fuß bestens durch, während sich Thomas fahrend ablegt, Klaus mitreißt und beide vor meinen Füßen die Strecke versperren.

so nicht

 

Dank beherztem Lauf durchs Grün der Bäume und dehnbarem Flatterband komme ich trotzdem zügig durch das Kuddelmuddel und nehme an Platz 4 wieder die Fahrt auf.

nützt ja nix

 

Dieses Mal ging es leicht bergab durch den holprigen Wald-Trail – auch nicht schön zu fahren, aber wenigstens nicht so kraftzehrend wie am Vortag.

Den folgenden Verlust an Plätzen bekommen ich gar nicht richtig aufgezählt. Im Gewusel der Sandkurven jedenfalls zieht Tex vorbei – schnelles Geläuf ist immer Tex-Land und nachdem er gestern nicht so richtig vom Fleck kam, scheint er heute richtig stark zu sein.

Sein Glück kann mit seiner Stärke aber nicht ganz mithalten: Auf dem holprigen Grün fällt seine Kette von Blatt und ich komme wieder vorbei.

Wie am Vortag dominieren „die Neuen“  vorn das Rennen, ich werde bis auf Rang 9 durchgereicht. Ab Rennmitte wird es dann wirklich hart: Von hinten ist Tex wieder herangefahren mit Sven im Schlepptau und beide machen mächtig Druck.

 

und hopp

 

In den etwas kniffeligeren Passagen kann ich mir immer ein paar Meter Luft verschaffen, aber dort wo es um reine PS-Stärke geht kommen beide bedrohlich nahe – schon in der vorletzten Runde klebt Tex direkt an meinem Hinterrad und ich muss wirklich beißen um irgendwie vorn zu bleiben.

under pressure

 

Tex mächtig am Drücken

 

Ein kleiner Fahrfehler wirft ihn allerdings aus der Bahn – was die Sache nur wenig besser macht, denn nun macht Sven mächtig Druck. Im Gedanken wiederhole immer wieder mein Mantra „sauber fahren .. sauber fahren“ : Bloß keinen Fehler machen, sondern überall mit gutem Schwung ums Eck kommen – und dabei natürlich die letzten Kraftreserven anzapfen.

Und es sollte klappen: Ich verteidige tapfer meinen Platz und komme als 9. ins Ziel – die Erleichterung bestens eingefangen von Michael.

C – T – H !

 

Damit stand es also 2:0 im M&M-Battle und auch dafür hat Mike ein fast symbolisches Foto geschossen.

Zwischenstand 0:2

 

Aber gut, das war nun gerade einmal das erste Wochenende – 8 weitere Battle-Points liegen also noch bereit um ausgefochten zu werden.

 

Der Blick weiter vorn ins Ergebnis spiegelte fast den Vortag wider: Das „quasi-Stamm-Podest“ der Vorsaison landete auf 3-6-8, wobei sogar Jeremy und Jörg die Plätze tauschten.

up!

 

allez hop

 

Was sich gestern schon andeutete wurde heute noch deutlicher: Julia holte wieder für das Team die Kohlen aus dem Feuer und trumpfte dieses Mal sogar mit dem 4. Platz auf!

sauber ums Eck

 

mit ganzem Einsatz

 

Jetzt heißt es erst einmal die müden, schmerzenden Knochen wieder an die richtigen Stellen zu rücken und dann steht auch schon der nächste Doppelpack mit Norderstedt & Hannover an.

 

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, https://helmuts-fahrrad-seiten.de/2022/09/26/stevens-cyclocrosscup-moelln-tag-1-24-09-2022-copy/), Film von Nico aka „Hamburger Cyclist“.

VonMarco

Stevens Cyclocross-Cup 2022/23, 1. Lauf: Mölln

Erster Tag in Mölln und erstes Rennen der neuen Saison:

Im Grunde könnte ich hier gleich mit Blick auf den aktuellen Stand der „M&M-Battle-Wertung“ ein zufriedenes Fazit des gesamten Wochenendes ziehen, aber wie das nun einmal so ist: Zufrieden ist man doch irgendwie nie…

Bei meiner Ankunft (ungewohnt so früh morgens los zu müssen …) waren Jörg und Julia schon da:

Julia war für dieses Wochenende unser „Track-Captain“ und hatte wie schon vergangenes Jahr am freitäglichen „Armin-Raible-Training“ teilgenommen, die Strecke also in allen Feinheiten in Augenschein genommen und konnte uns ein bisschen davon.

Also auf zur ersten Inspektionsrunde, bei der man ja Dutzende bekannte CX-Nasen grüßt:

Ziemlich trocken, hier und da sandig (eher oberflächlich als tief) und ein gutes Stück kürzer als im Vorjahr. Die Schnecke fehlte und auch die elendig lange Außenbahn entlang des nördlichen und östlichen Zauns war weggefallen. Wie voriges Jahr stand die „eklige Richtung“ durchs Wäldchen gleich samstags auf dem Programm und die war wie gewohnt hoppelig, kräftezehrend und schier endlos.

Neben uns drei CTHlern komplettierte Doc Dirk das Quartett für diesen Tag.

 

Startaufstellung Hobby-Damen

 

Startaufstellung: Durch den 6. Platz in der Gesamtwertung 21/22 durfte ich neben Jörg in die erste Reihe. Eigentlich komme ich ja meist gut weg, aber wie schon im ersten Rennen der Vorsaison scheint doch noch etwas Übung zu fehlen, und so komme ich von den vorn Platzierten mit Abstand am schlechtesten weg und auch einiges aus Reihe 2 rauschen schon an mir vorbei oder sind gleichauf.

Es geht los …

 

… ging aber schon mal besser.

 

Aber die abfallende, sandige Startgerade ist lang und so ist genügen Platz und Zeit, um die Dinge wieder zu richten: Anfangs schnappe ich mir das Hinterrad von Thomas, der wiederum an Jeremy´s Hinterrad klebt. Da mir beide eine Idee zu gemütlich sind, verlasse ich die deren feste Spur ziehe ich weiter rechts rüber – da ist der Boden zwar weicher, aber ich habe Platz etwas mehr Gas zu geben und bald beginnt schon das Anbremsen für die 180°-Kehre: Wie immer werfen einige viel zu früh den Anker (Jörg, ich verrate dich an dieser Stelle auch nicht … ), Kay fährt die Kurve sogar ganz von innen an und springt für die Kehre vom Rad – wie sich zeigt, auch nicht die schnellste Variante.

So sind jedenfalls einige zuvor verlorene Positionen zurückerobert und ich klebe etwa als 4. am Hinterrad von Pirat Arne. Dem fehlen im Vergleich zur Vorsaison offenbar ein paar PS, aber wegen der holprigen Strecke und weichem Sand abseits der Ideallinie muss ich mich ein bisschen gedulden, ehe ich an ihm vorbeiziehen kann. Nahezu zeitlich damit werde ich auch überholt, so dass ich Platz 3 wohl nur Sekundenbruchteile inne hatte.

Wie üblich gehen dann die meisten Plätze schon innerhalb der ersten Runde verloren, vor allem an die neu in die Hobby-Ü50 hinzugestoßenen Fahrer, die von weiter hinten starten mussten wie Klaus, Frank, Axel und Andreas.

steil bergab

nicht drüber nachdenken, was passieren kann

einfach laufen lassen

Was hingegen gut klappt: Die Jungs aus dem „Battle-Pack“ der Vorsaison (z.B. Arne, Mario, Kay, Tex und Stefan), in dem es ja teils lustig hin und her ging und jeder irgendwann mal die Nase vorn hatte, konnte ich ganz gut hinter mir halten.  Wobei Kay sich aus Kiel Verstärkung mitgebracht hatte und sein Teamkamerad Hinnerk mich dann auch irgendwann stehen ließ.

Etwas ungewohnt ist noch die Rennlänge: Dank Verzicht auch die BDR-Ausschreibung entfällt auch die 30-Minuten-Begrenzung und wir alten Kerle (und junge & junggebliebene Deerns) werden 40 Minuten über den Kurs gescheucht. Als dann am Ende der 2. Runde noch die Tafel mit „4 weitere Runden“ an der Ziellinie hing musste ich doch erst einmal schlucken.

Nebeneffekt der verlängerten Renndauer: Es kommt dann doch zu mehr Überrundungsvorgängen; selbst langsamere Kerle wie ich müssen so an der/dem einen oder anderen FahrerIn vorbei. Und wie das dann eben so ist: Manchmal hat man mit der Passage des Auflaufens Glück und kommt spielend leicht aneinander vorbei, ohne das eine(r) von beiden auch nur einen Meter oder eine Sekunde verliert – und manchmal ist es dann gerade die denkbar ungünstigste Stelle und beide denken dabei „muss das denn jetzt sein?“ Naja, that´s life.

So komme ich an diesem Tag als 10. ins Ziel und damit (was ja mit das Wichtigste ist) einen Platz vor meinem Battle-Spezi Mario. Ungewöhnlich, hatte er doch in den vergangenen Jahren stets den besseren Saisonstart.

Aber auch der Blick weiter vorn ins Ergebnis war ungewöhnlich: Das „quasi-Stamm-Podest“ der Vorsaison landete nicht auf 1-2-3 sondern musste sich mit 4-6-8 begnügen. Neue Konkurrenz und neue Stärke bekannter Konkurrenz belebt das Geschäft und macht es in dieser Saison offenbar noch schwerer und härter einen Platz an der Sonne zu erobern.

entschlossener Blick

aber dennoch etwas abgeschlagen im Ziel

kontrolliert zu Ende gefahren

die Freude bricht erst später durch

 

Dirk schlug sich eher im hinteren Viertel des Feldes durch und landete als nicht-Cross-Spezialist auf den Platz 21.

Pump-Track

verdienter Schluck aus der Pulle

 

Und so fügte es sich, dass Julia in dieser Saison dafür verantwortlich ist, die besten Ergebnisse einzufahren: Sie eroberte ungefährdet den 5. Platz bei den Damen – nach zwei 8. Plätzen in der Vorsaison ihr mit Abstand bestes Ergebnis überhaupt.

läuft …

 

… immer besser

 

Bewegte Bilder gibt es auch, wie immer vom „Hamburger Cyclist“ Niko:

 

Das war nun der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.

 

Bilder von Michael Richter (aka. Mike667, Stevens CycloCrossCup – Mölln Tag 1 – 24.09.2022 – Helmuts-Fahrrad-Seiten.de)

VonMarco

Tour zur Schweriner Eis-Manufaktur

Weil Frank und Holger noch ein paar Vorbereitungs-Kilometer für das GRASH 2022 sammeln wollten, hat sich heute eine kleine CTH-Rotte auf den Weg nach Schwerin gemacht.

Und damit man nicht ganz so plan- und ziellos durch durch die Gegend fährt, haben wir die dortige  Eismanufaktur als Anlaufpunkt genommen.

Insbesondere der Hinweg (obere Route) war echt Klasse, die Routenführung des Rückwegs war auch okay, aber nicht mehr ganz so schön.

 

Insgesamt ein wirklich feiner Samstagsausflug.

VonMarco

Specialized-Cup Bad Bramstedt

Nach Ende der Cyclocross-Saison bin ich das hochintensiv-im-Kreis-fahren ja noch gewohnt,  daher habe ich so früh im Jahr den Sprung auf die Straße  gemacht und mir einmal die Veranstaltung in Bad Bramstedt angeschaut: Gar nicht mal ohne Erfolg,  als „Preisgeld“ immerhin einen Specialized-Schlauch abgestaubt. Die Knochen tun heute trotzdem ordentlich AUA – no country for old men.

 

Before:

Startaufstellung

 

During:

berghoch

 

bergab

After:

 

die Ehrung

 

Die Accessoires des Tages (Mütze nicht wg. der spanischen Limo!):

 

 

Und hier das Video vom „Hamburger Cyclist“ Nico:

 

VonMarco

„Cyclocross-Serie“, 4. Lauf: Galopprennbahn Hamburg-Horn

 

 

3. und letzter Lauf der vierteiligen Trilogie „Cyclocross-Serie“. Nach dem ausgelassenen ersten Lauf im Cyclocross-Land und der Matsch-und-Modder-Party am Großensee war der „Nieuwjaarscross“ am 2. Januar mangels Beteiligung ja leider abgesagt worden.

Nun also das große Finale der kleinen Serie auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn – für mich „holy ground“, denn vor vielen, vielen Monden bestritt ich hier mein allererstes CX-Rennen, damals noch auf dem von Michi geliehenen X-Bow und unter deutlich anderen Wetter- und Streckenbedingungen.

 

 

Auf HFS gab es in der Woche vor dem Rennen schon ein bisschen Austausch über die verschiedenen Wetter-Wünsche:

Sonja hatte einen trockenen Renntag auf dem Wunschzettel. Ich hatte da eher an matschige Bedingungen gedacht. (Darauf komme ich noch einmal ganz zum Schluss des Berichts zurück.) Der „Ledersattel“ versprach eine Streckenwässerung unter der Woche und am Sonntag „Trockenheit von oben“, während sich Mario am Samstag als Verantwortlicher für tiefen Matsch an verschiedenen Stellen outete – es konnte also nur spannend werden.

Anders als im Stevens-Cup, wo die alten Herren kurz nach High Noon auf die Strecke gelassen werden, war an diesem Sonntag zeitiges Erscheinen gefordert: Das allererste Rennen des Tages war die Hobby-Männer (18-39 Jahre, 14 gemeldete Teilnehmer) und Hobby-Masters (Ü40 bis open end, 49 gemeldete Teilnehmer) vorgesehen.

Das passt zwar eigentlich nicht so perfekt zu meinem Biorhythmus, angesichts des Wetters und der Streckenbedingungen war es aber wohl doch eine Gnade, auf einer noch nicht völlig zerstörten Strecke starten zu müssen.
Bei der nassen, windigen Kälte standen dann statt 63 Startern auch nur 40 Leute (8 + 32) am Start.

Das M&M-Battle lag dieses Wochenende auf Eis und muss noch weitere 4 Wochen Pause einlegen: Gemeldet war Mario zwar, aber als Mitglied des ausrichtenden Vereins rief die Pflicht und so tauschte er Sports- gegen Work-Wear. Auch andere wackere CX-Recken waren nicht am Start: Der Kieler Kay war wegen einer Ellenbogen-Verletzung „nur“ zur Betreuung der Kieler Jugend vor Ort und Stefan das Uhrwerk wollte/konnte nach Krankheit und Trainingspause sich auch nicht gleich unter solchen Bedingungen wieder „die Kante geben“. Komisch: So richtig tieftraurig wirkte keiner von ihnen…

Wie genau sich die Startaufstellung ergab (Auslosung wie in Großensee oder irgendein Ranking?) habe ich nicht mitbekommen – konnte mir letztlich aber auch egal sein, denn in der Aufstellung des Masters-Feldes durfte ich in die erste Reihe einrücken.

 

 

Das kleine Feld der Hobby-Männer startete 20 Sekunden vor uns, dann ging es los:

So richtig dynamisch kam ich auf den ersten Metern nicht vom Fleck, aber auf der langen, breiten Startgeraden konnte ich am rechten Rand dann doch sehr gut durchziehen. Jörg kam – für ihn eher ungewöhnlich – sehr gut aus den Startblöcken und war am Ende der Tribünen in Führung, an der ersten leichten Verengung zog ich an ihm vorbei und bog als Erster scharf rechts ab „ins Gelände“.

Hier ging es noch schwungvoll leicht bergab auf festem, mit einigen Pfützen gespicktem Untergrund. Den ersten Wall überfahren zu wollen war ziemlich aussichtslos, denn die Matschkuhle direkt davor hatte in etwa die Funktion eines Fahrradständers, in den man mit vollem Schwund „einparkt“: Die Bremse brauchte man also nicht betätigen, dafür musste das Absteige-Timing vom abrupt gebremsten Rad passen.

Und es passte: Über die beiden Wälle laufend konnte ich noch vor bleiben, direkt danach ging es an der Boxenanlage jedoch durch ähnlich tiefen Boden weiter, und hier zogen die ersten „großen Motoren“ vorbei.

Hinter den Boxen gab es ein wenig Gnade in Form von einigen Metern gepflasterter Strecke, bevor es in das erste Kneipp`sche Fußbad vor den Stufen ging:

 

Hier hatte sich Julia zum anfeuern und fotografieren postiert. Anders als ich hat Jörg dann auch pflichtschuldig noch ein fotogenes Lächeln hinbekommen:

 

Dahinter gab es noch ein paar der wenigen Meter festen Bodens, ehe es in feines, matschiges Spurrillen-Geläuf ging. Dahinter noch einmal wenige Meter zu durchschnaufen zur Matsch-Schikane und bald darauf ein besonderes Schmankerl:

Statt sich die Mühe zu machen, mehrere LKW-Ladungen Sand in der Fläche zu einer Sandgrube zu verteilen, lang hier einfach ein ~2,5 Meter hoher Sandberg der Gattung „Wanderdüne“ herum.

 

 

 

Hang loose:

Dahinter kam dann ein schön langes, gerades Feuchtbiotop: Bei der Streckenbesichtigung hatte ich mich hier noch fahrend durchgequält und schon dabei beschlossen, im Rennen lieber zu laufen.
Ich möchte jetzt hier nicht das Wort „kraftsparender“ in die Tastatur hämmern, aber das Laufen war kaum langsamer als Fahren und zumindest für meinen Geschmack hat man damit nicht ganz so sehr Raubbau an der schwindenden Kraft betrieben. Aber auch beim Laufen war es knöcheltief (sowohl links, rechts als auch mittig) und ich war heilfroh, dass ich die Schuhschnallen vor dem Start besonders fest zugezogen hatte.

 

 

 

Dahinter gab es zur Abwechslung kein Stückchen festen Bodens, sondern weiter durch halbwegs fahrbaren Matsch und zum ersten Mal über die flacheren Wiesen-Hügelchen. Nach dem kleinen Schräghang (kaum zu glauben, aber gut fahrbar) war dann eine schöne harte (Betonplatten?) Kante in einer Pfütze versteckt. Meine empirische Versuchsreihe zeigte, dass man ganz links für Mensch & Material schmerzfrei durchrollen konnte.

Weiter ging es durch schmatzenden Matsch zu den Hürden und danach zum zweiten Mal über die flachen Grashügelchen – Runde für Runde wandelte sich der Grasbewuchs jedoch auch zu braunem Matsch und ich möchte gar nicht wissen, wie das am Nachmittag aussah.

Hinter dem letzten Hügel dann eine schwundvolle Rechtskurve und ab in den Tunnel, an dessen Ende ein unbeheiztes Nichtschwimmer-Becken wartete: So wurden Runde für Runde immerhin Sand und Matsch von Kette und Schuhen gespült und gleichzeitig sichergestellt, dass niemand auch nur annähernd mit normaler Körpertemperatur auf die Start-Ziel-Gerade biegen konnte.

Hier fragte ich mich Runde für Runde, wieso ich meine Großensee`schen Idee von wasserdichten Goretex-Socken eigentlich nicht weiter verfolgt hatte?

Im Grunde war ich schon im Laufe der ersten Runde an „meinen Platz“ im Feld hinsortiert worden, das weitere Rennen bot nicht mehr viel Action in Form von Positionskämpfen. Nur Mitte der letzten Runde überholte mich Kai von der RG Uni laufend hinter der Wanderdüne. Dabei nutzten wir die letzte übrige Puste um Seite an Seite laufend noch ein paar Worte zu wechseln und irgendwie gelang es mir am Ende des Feuchtbiotops doch noch wieder vor ihm auf´s Rad zu kommen. Die letzte halbe Runde gab ich dann noch einmal so gut es ging so etwas ähnliches wie „Gas“ und konnte tatsächlich wieder ein paar Meter Vorsprung herausfahren und meinen Platz ins Ziel retten – da hatte die Taktik des „unauffällig in ein Gespräch verwickeln und dabei einlullen“ wohl tatsächlich funktioniert.

Jörg war wie üblich schon längst vor mir im Ziel und hat damit seinen Job des „ein gutes Bild für´s Team abgeben“ wieder perfekt erfüllt.

Wie für Großensee habe ich auch hier noch einmal eine „virtuelle“ Wertung markiert: So sähe es aus, wenn man die „Hobby Masters“ noch in Ü40/Ü50 trennen würde:

 

Und hier ist das Video des Hamburger Cyclist, der natürlich auch wieder vor Ort war:

 

Was bleibt für die gesamte Serie festzuhalten?

Eine wirklich schöne und vom Cyclocross Hamburg e.V. aufwändig organisierte Serie – da gibt es nicht wirklich etwas zu meckern. Schön wäre noch eine aus allen Läufen gebildete Gesamtwertung – die könnte auch noch einen „Sammler-Effekt“ haben und manch einen Teilnehmer motivieren, nicht nur einzelne sondern alle Veranstaltungen mitzumachen.

Was mir persönlich nicht so gut gefiel waren zum Einen, dass die Startzeiten der verschiedenen Klassen nicht „konsistent“ waren, sondern von Rennen zu Rennen unterschiedlich neu gemischt wurde.

Zum Anderen, dass es -anders als beim Stevens-Cup- nicht möglich (oder zumindest nicht erlaubt) war, zwischen den Rennen seine Probe-/Trainingsrunde zu drehen, sondern dafür nur Morgens und dann noch einmal Mittags/Nachmittags längere Zeitfenster vorgesehen waren. Das hatte z.B. am Großensee den unangenehmen Effekt, dass ich vor dem Frauen-Rennen die Testrunden drehen musste (in strömenden Regen bei wenig über 0°C) und dann noch über eine Stunde zu überbrücken hatte, bis ich selbst ran durfte – unter solchen Bedingungen nicht wirklich witzig, wenn man nicht gerade zufällig ein beheiztes Wohnmobil zur Hand hat. An sich ließe sich das gemessen an der zur Verfügung stehenden Zeit und den unterzubringenden Rennen besser organisieren.

Und was bleibt die Erkenntnis des Renntages?

Bevor ich zum Thema ‚Wetter & Streckenbedingungen‘ irgendwann wieder so locker hinausposaune „statt trockenem Wetter hätte lieber tiefen Matsch…“ werde ich es mir doch noch einmal gut überlegen – frei nach dem Motto „Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen!“

Bilder stammen von Julia, Cyclocross Hamburg e.V. und Michael Richter: https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/2022/02/07/bilder-von-der-cyclocross-serie-hamburg-city-cross-06-02-22/